Praxisklinik am Park, Dr. Mohsen Nasimzadah

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Rhizarthrose/Arthrose des Daumensattelgelenkes

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der operativen Behandlung:

1. Die so genannte Resektionsarthroplastik des Daumensattelgelenkes mit Entfernung des großen Vieleckbeines und Stabilisierung des Daumens mittels einer Sehnenschlinge. Bei der Resektionsarthroplastik des Daumensattelgelenkes wird daumenseitig am Handgelenk ein Hautschnitt gelegt. Nach Eröffnung der Gelenkkapsel wird das große Vieleckbein entfernt. Somit kann sich dieser Knochen nicht mehr am I. Mittelhandknochen schmerzhaft reiben.

Das Daumensattelgelenk wird von der Basis des I. Mittelhandknochens sowie der körperfernen Gelenkfläche des großen Vieleckbeines gebildet. Da nach Entfernung des großen Vieleckbeines der I. Mittelhandknochen keinen knöchernen Aufsatz mehr besitzt, wird der Daumenstrahl mit einer Sehnenschlinge im Bereich des ehemaligen Sattelgelenkes gefesselt. Dies ergibt eine federnde Stabilisierung des Daumens und ermöglicht nach mehrwöchigen Bewegungsübungen wieder eine nahezu normale Daumenbewegung.

Dies ist der große Vorteil dieser Operationsmethode gegenüber der Sattelgelenkversteifung. Nach der Operation wird der Daumen in einer Gipsschiene ruhig gestellt. Der Arm muss stets hoch gelagert werden. Die nicht ruhig gestellten Finger sollten bewegt werden. Eine Schwellung am Handgelenk ist nach dieser Operation normal, sie verschwindet jedoch in den ersten 5 – 7 Tagen. Die Gipsschiene wird insgesamt 6 Wochen getragen.

Nach diesen 6 Wochen der Daumenruhigstellung beginnen dann die aktiven Bewegungsübungen. Hierbei soll das Abspreizen und das Heranführen des Daumens sowie die Erreichbarkeit der Daumenkuppe zu den anderen Fingerkuppen geübt werden. Eine Verordnung krankengymnastischer Übungsbehandlungen ist häufig sinnvoll. Eine Belastung der betroffenen Hand einschließlich schweres Heben und Tragen sowie Abstützen soll jedoch in den ersten 3 Monaten nach der Operation nicht erfolgen. Auch sollten gezielte Kräftigungsübungen erst nach dieser Zeit einsetzen. Insgesamt ist mit einer Nachbehandlungszeit von 4 – 6 Monaten zu rechnen.

Eine mäßige Kraftminderung kann als Dauerfolge nach dieser Operation verbleiben, dafür ist der Arthroseschmerz behoben. Es könnten theoretisch auch bei dieser Operation Komplikationen eintreten, die als allgemeine Operationsrisiken gelten: Wundentzündung, Nachblutung, Verletzung von Sehnen, Nerven und Gefäßen, überschießende Heilreaktion mit Schwellung und schmerzhafter Bewegungseinschränkung. Zum Glück sind diese Komplikationen sehr selten, es bestehen dagegen heute auch bessere Behandlungsmöglichkeiten. Die Erfolgsaussichten der operativen Behandlung sind insgesamt gut. Besonders wichtig sei noch einmal der Hinweis, dass sich an diese Operation eine lange Nachbehandlungsphase anschließt. Mit einem kräftigen Wiedereinsetzen der betroffenen Hand sollte nicht vor 4 – 6 Monaten gerechnet werden. Dann ist jedoch ein weitgehend schmerzfreies Bewegen des Daumens möglich.

 

2. Die Versteifung des Daumensattelgelenkes.
Die Versteifung des Daumensattelgelenkes wird jedoch nur bei völlig isolierten Arthrosen (z.B. nach Brüchen im Bereich des Sattelgelenkes) durchgeführt. Wenn die benachbarten Handwurzelgelenke bereits Verschleißerscheinungen zeigen, ist diese Operation nicht mehr angezeigt.

OP Arthrose des Daumensattelgelenkes im Überblick
OP-Dauer: ca. 1-2 Std.
Aufenthalt: ambulant
Narkose: Vollnarkose
Kosten Übernahme durch die KK

 

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